Direktzusage

Ein Unternehmen kann seinen Arbeitnehmern für den Eintritt bestimmter Leistungsszenarien ein betriebliches Versorgungsversprechen erteilen. Da das Unternehmen in diesem Zusammenhang die Versorgungsleistungen direkt an den jeweiligen Arbeitnehmer erbringt spricht man hier auch von einer unmittelbaren Pensionszusage bzw. Versorgungszusage. Auch der Begriff der Direktzusage ist geläufig.

Das Unternehmen wendet also im Unterschied zu mittelbaren Versorgungszusagen keine eigenen Prämien einem Dritten (Versorgungseinrichtung) zu. Das Unternehmen kann aber das Versorgungsversprechen durch Beitragszahlungen an eine Versicherungs- oder Kapitalanlagegesellschaft rückdecken, um im Versorgungsfall die betrieblichen Leistungen der empfangsberechtigten Person aus diesen Rückdeckungsanlagen finanzieren zu können.

Hintergründe 

Bei einer Pensions- bzw. Direktzusage handelt es sich um eine zivilrechtliche Leistungszusage der Gesellschaft an die jeweilige versorgungsberechtigte Person, im Falle des Eintritts bestimmter Leistungsvoraussetzungen eine festdefinierte Rentenzahlung zu erbringen. Diese Leistungsvoraussetzungen sind im Regelfall alters- oder berufsunfähigkeitsbedingtes Ausscheiden aus dem Unternehmen. Es sind aber auch Rentenzahlungen für Hinterbliebene, in Form von Witwen- oder Waisenrenten, möglich, wenn als Leistungsvoraussetzung aus der Pensionszusage zum Bezug dieser Leistungen der Tod der versorgungsberechtigten definiert ist.

Bei gesellschaftsinternen Finanzierungen von Pensionszusagen an Arbeitnehmer bzw. arbeitnehmerähnliche Personen gilt es sowohl die Aktiv- als auch die Passivseite der Gesellschaftsbilanz zu betrachten.

Die „Grundfinanzierung“ einer Pensionszusage findet über eine steuerlich wirksame Rückstellungsbildung in der Ertragsteuerbilanz der Gesellschaft statt. In § 6a EStG werden diesbezüglich die einschlägigen Voraussetzungen für den Ansatz einer ergebnismindernden Pensionsrückstellungsbildung geregelt. Aus der Differenz der Pensionsrückstellung zum Beginn und zum Ende eines Wirtschaftsjahres ergibt sich der jährliche Betrag der Zuführung zur Rückstellung und der Auflösung der Rückstellung. Nur der Saldo aller Zuführungen und Auflösungen für die einzelnen Pensionsverpflichtungen ist in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam zu erfassen. Somit entstehen für die Gesellschaft periodenbedingte Liquiditätsvorteile, die zur kapitalmäßigen Ausfinanzierung der Versorgungsverpflichtung aus der Pensionszusage verwendet werden können.

Diese Ausfinanzierung sollte über betriebswirtschaftlich sinnvolle Kapitalanlagen geschehen, die sowohl für die zusagende Gesellschaft als auch für die versorgungsberechtigte Person ein höchstes Maß an Sicherheit und Flexibilität gewährleisten. Hierzu sollte ein erfahrenes Beratungshaus bzw. ein erfahrener Berater konsultiert werden, das bzw. der mit den Wirkungsweisen von Finanzanlageprodukten im Zusammenspiel mit internationalen Finanzplätzen bestens vertraut ist.

Fazit

Bei richtiger Anwendung der zuvor beschriebenen Ansätze und Vorteilhaftigkeitsüberlegungen sowie fortlaufender rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Betreuung einer eingerichteten Pensionszusage, bleibt eine unmittelbare Pensionszusage das, was es ist: Einer der besten Wege, auf dem der genannte Personenkreis Altersversorgung betreiben kann, damit ein „lebenslanges Gehalt“ ab Eintritt in den Ruhestand gesichert ist.

Leistungsbeschreibung zur Neueinrichtung einer unmittelbaren Pensionszusage (Direktzusage)

Unsere Versorgungskonzeption zeigt Ihnen zielführend auf, wie Sie im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung über den Weg einer unmittelbaren Pensionszusage, sämtliche damit in Zusammenhang stehenden rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Vorteile sinnvoll nutzen können. Darüber hinaus vernetzen wir die jeweils neu einzurichtende unmittelbare Pensionszusage mit den übrigen bislang eingerichteten betrieblichen Versorgungswerken, so dass alle innerbetrieblichen Versorgungslösungen sinnvoll aufeinander abgestimmt sind.

Abschließender Hinweis:
Sämtliche im Zusammenhang einer Beauftragung der Kenston Services GmbH anfallenden rechts- und rentenberatenden Tätigkeiten werden an eine befugte Rentenberatungs- oder Rechtsanwaltskanzlei ausgelagert.

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